Schildkröten im Fokus Kleintierverlag Thorsten Geier
 
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Wissenschaft im Fokus

Veröffentlicht: 16.04.2017 Share it on Facebook


Brown, D. J., M. D. Nelson, D. J. Rugg, R. R. Buech & D. M. Donner (2016): Spatial and Temporal Habitat-Use Patterns of Wood Turtles at the Western Edge of Their Distribution. – JOURNAL OF HERPETOLOGY; 50: 347–356.

Räumliche und zeitliche Habiatnutzungsmuster von Waldbachschildkröten am westlichen Rand ihres Verbreitungsgebiets.


Waldbachschildkröten (Glyptemys insculpta) stellen eine auf Bundesstaatseben gefährdete Spezies dar, die in Minnesota, USA, den Rand ihres westlichen geographischen Verbreitungsgebiets erreicht. Zurzeit gibt es nur wenige publizierte Informationen in Bezug auf die Habitate der westlichsten Populationen um Erhaltungsmaßnahmen zu stützen. Somit war der primäre Grund für diese Studie die Habitatnutzung der Waldbachschildkrötenpopulation im nordöstlichen Minnesota zu untersuchen um heraus zu finden, ob die Habitatnutzungsmuster vergleichbar zu anderen Regionen sind. Zusätzlich überprüften wir die Effektivität von zwei Datensätzen zur Landbedeckung (National Land Cover Dataset und LANDFIRE Existing Vegetation Type) in Bezug zu einer Areal-spezifischen auf Fotos basierenden Habitatkarte zur Erfassung und Darstellung der genutzten und der ungenutzten Landflächen (Habitatklassen). Wir stimmten die Analyse darauf ab häufig benutzte Habitatflächen für das Waldbachschildkrötenmanagement und deren Erforschung zu erfassen. Dazu verwendeten wir die Radiotelemetriedaten von 8 männlichen und 14 weiblichen Schildkröten, die von Mai bis November 1990 erfasst wurden, um die Assoziationen zwischen Habitat und Raumnutzungsmustern zu ermitteln. Wir fanden heraus, dass sich Waldbachschildkröten sehr häufig den Uferbereich fließender Gewässer nutzten und meist innerhalb eines etwa 100 m breiten Uferbereichs verblieben. Einzelne Individuen zeigten auch eine Vorliebe für andere aquatische oder semiaquatische Habitate innerhalb oder benachbart zu Fließgewässern. Obwohl diese Population hauptsächlich ein Waldgebiet besiedelte fanden wir wenig Anhaltspunkte für eine Bevorzugung bestimmter Waldhabitatklassen. Dennoch könnte das Alter der Waldgebiete eine Rolle spielen, da sie bevorzugt jüngere noch lichtere Flächen häufiger aufsuchten. Wir fanden dass weder NLCD noch LANDFIRE adäquate Daten zur Habitatassoziation oder zur Abgrenzung der Habitatklassen in einem Format (Skala) lieferte, das mit der Landschaftsnutzung durch die Waldbachschildkröten in Übereinstimmung zu bringen gewesen wäre. Siehe auch: Arivisais et al. (2004), Michell, K. & R. G. Michell (2015).

Literatur

Arivisais, M., E. Levesque, J. C. Bourgeois, C. Daigle, D. Masse & J. Jutras (2004): Habitat selection by the wood turtle (Clemmys insculpta) at the northern limit of its range. – Canadian Journal of Zoology – Revue Canadienne de Zoologie 82: 391–398 oder WiF-Archiv.

Michell, K. & R. G. Michell (2015): Use of Radio-Telemetry and Recapture to Determine the Success of Head-started Wood Turtles (Glyptemys insculpta) in New York. – Herpetological Conservation and Biology 10 (Symposium): 525–534 oder WiF-Archiv.



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© Michael Daubner 2017Schildkröten im Focus