Schildkröten im Fokus Kleintierverlag Thorsten Geier
 
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Aktualisiert:
18.09.2017

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Wissenschaft im Fokus


Sasaki, T., Y. Yasukawa, K. Takahashi, S. Miura, A. M. Shedlock & N. Okada (2006): Extensive morphological convergence and rapid radiation in the evolutionary history of the family Geoemydidae (old world pond turtles) revealed by SINE insertion analysis. – Systematic Biology 55 (6): 912-927.

Weit verbreitete morphologische Konvergenz und eine schnelle Ausbreitung während der Evolutiongeschichte der Familie der Geoemydidae (altweltliche Sumpfschildkröten) aufgeklärt mit Hilfe der SINE-Isertions-Analyse


Die Familie der Geoemydidae ist eine von dreien aus der Überfamilie der Testudinoidea und ist die am meisten aufgezweigte Familie mit vielen noch existierenden Schildkrötenspezies. Die phylogenetischen Beziehungen innerhalb dieser Familie und zwischen den verwandten Familien wurden ausführlich untersucht sowohl aus morphologischer als auch aus molekularer Sicht. Die wirkliche Evolutionsgeschichte der Geoemydidae blieb aber kontrovers. Um diese phylogenetischen Beziehungen innerhalb der Geoemydidae und ihrer verwandten Spezies aufzuklären, verwendeten wir die SINE Insertionsmethode, wobei wir 49 SINE-Loci aus 28 Arten analysierten. Wir detektierten vier Hauptevolutionslinien (Testudinidae, Batagur-Gruppe, Siebenrockiella-Gruppe, und die Geoemyda-Gruppe) innerhalb der Klade der Testuguria (einer Klade aus Geoemydidae + Testudinidae). Alle fünf Proben der Testudinidae bilden eine monophyletische Klade. Die Batagur-Gruppe besteht aus fünf Batagurinen. Die Siebenrockiella-Gruppe enthält nur eine Art, Siebenrockiella crassicollis. Die Geoemyda-Gruppe setzt sich aus 15 Geoemydinen (einschließlich drei früherer Batagurinen, Mauremys reevesii, Mauremys sinensis, und Heosemys annandalii) zusammen. Zwischen diesen vier Gruppen zeigte das SINE Insertionsmuster vier inkonsistente Loci, die vermuten lassen, dass eine ursprüngliche Vorfahrenart der Testuguria sich ausbreitete und sehr schnell in vier Linien schon während der Initialphase dieser Evolution aufspaltete. Zudem fanden wir innerhalb der Geoemyda-Gruppe drei Evolutionslinien, nämlich Mauremys, Cuora und Heosemys. Die Heosemys-Linie setzt sich zusammen aus Heosemys, Sacalia, Notochelys und Melanochelys Spezies und ihre Monophylie repräsentiert eine neue Zusammensetzung innerhalb der Geoemydidae. Unser phylogenetischer SINE-Stammbaum zeigt, dass eine intensive konvergente (ähnliche) morphologische Evolution zwischen der Batagur-Gruppe und den drei Arten aus der Geoemyda-Gruppe, M. reevesii, M. sinensis und H. annandalii stattgefunden hat.

Anmerkung von H.-J. Bidmon:
Was nützten uns diese Befunde? Hat jemand Interesse, die Ursprungsform zurückzuzüchten? Sollten wir nicht unsere Ressourcen auf aktuellere Probleme fokussieren?




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© Michael Daubner 2017Schildkröten im Focus